Die Gabe der Könige

Der Auftakt zu einer Fantasyreihe, der es in sich hat. Den Anfang fand ich holprig und musste mich auch erstmal in die Ich-Erzählung einfinden. Ab dem zweiten Kapitel gewinnt der Roman an Dramatik und Dramaturgie deutlich: spannend und flüssig erzählt Robin Hobb über die Welt der so genannten Weitseher, wählt ihre Spannungsbögen gut. Dazu ist der Ich-Erzähler jemand, der mitten im Geschehen steht anstatt am Rande. Eine Figur, die von mehreren Akteuren geprägt wird und selbst lernt Entscheidungen zu treffen, Intrigen aus dem Weg zu gehen und über die „Gabe der Könige“ verfügt. Die Geschichte lebt von vielen Typen, die man sich gut vor dem inneren Auge vorstellen kann: wie sie aussehen mögen ebenso wie ihre Art zu handeln. Hinzu kommt eine dichte Atmosphäre, die mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ – perfekt für verregnete Wochenenden 🙂

Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil!

HOBB, R. (2017 NA): Die Gabe der Könige, Penhaligon Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!


Der Wanderer: Bd. 2 der Magie der tausend Welten

Nachdem Band 3 super spannend war und ich den ersten sehr langatmig fand, nun der zweite Band: Die Idee mit dem Reisen zwischen 1000 verschiedenen Welten, den Zauberern und denen, die Magie erschaffen können, regt meine Fantasie hier deutlich stärker an. Spielte der erste Band in nur einer Welt, saust man jetzt zwischen verschiedenen hin und her, amüsiert sich, wenn man etwas aus der eigenen Erde wieder erkennt. Sehr spannend und gut verfasst. Deutlich flüssiger und die Autorin lässt eine Art Muster erkennen. Die Geschichte handelt nun von verschiedenen Völkern und Canavan bezieht auch mehr bleibende Akteure mit hinein. So entsteht ein guter Handlungsstrang, der nahtlos vom dritten Band aufgenommen wurde.

Fazit: Den ersten Band kann man sich sparen, der zweite und dritte hingegen lohnen sich zum Lesen und darin Versinken.

CANAVAN, T.: Die Magie der tausend Welten – der Wanderer, Penhaligon Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Lese-E-Book :-)!


Die Begabte: Bd.1 der Magie der tausend Welten

Anmerkung: Ich habe vor einigen Wochen den letzten Band der Trilogie in die Finger bekommen und fand ihn wunderbar! Danach war ich begierig auf den Anfang und die Mitte.

Die Geschichte baut auf zwei Handlungsstränge auf und ist in elf Oberkapitel gegliedert, um die Ereignisse übersichtlicher zu gestalten. Die Stränge selbst ziehen sich ziemlich in die Länge, wobei der rund um eine in einem Buch gefangen gehaltene Zauberin extrem lang wirkt und sehr langatmig wird. Es wirkte teilweise so, als ob die Autorin kein Ende finden konnte. Das Ende wiederumg lässt – passend zum ersten Band einer Trilogie – viele Handlungsfäden offen. Allerdings verknüpft die Autorin auch nur wenige Fäden miteinander und dies trägt nicht zu einem guten Lesefluss bei. Dazu wirkt das ganze wie eine einzige, relativ langweilige Schnulze.

CANAVAN, T.: Die Magie der tausend Welten – die Begabte, Penhaligon Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Lese-E-Book :-)!


Kundenorientierte Korrespondenz

Selten habe ich so ein nützliches Buch rund ums kundenorientierte Schreiben in der Hand gehalten und drin gespickt! Es ist wirklich drin, was der Titel verheißt: rund um E-Mails, Werbebriefe, corporate writing, social-media-Kanäle und Blogs sowie Newsletter. Auch Beachtenswertes rund um das liebe Recht fehlt nicht – ob beim Versenden von Newslettern oder beim Senden von Werbe-E-Mails anstelle postalischer Werbebriefe. Dazu gibt es richtig viele und gute Praxisbeispiele, Muster-Mails und Co. mit brauchbaren Anregungen. Man merkt, das die Autorin ihr Handwerk nicht nur versteht, sondern es auch anderen schriftlich nahe bringen kann.

KETTL-RÖMER, B. (2015): Kundenorientierte Korrespondenz, Linde Verlag
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!


Willkommen in der Provence

Der Anfang ist stark gewöhnungsbedürftig, eine reine Ich-Erzählung und gelesen-gefühlt ohne Punkt und Komma. Darauf folgen heiter verfasste Seiten auf denen die Geschichte deutlich an Fahrt gewinnt und den „geht gar nicht-“ Stempel verlieren. Leider verliert sich die Autorin im letzten Drittel auf Nebenschauplätzen und arg detaillierten Beschreibungen einer Nebenfigur, die auch nicht in den Status einer Hauptfigur aufsteigt. Insgesamt sehr unrund. Teils locker-leicht geschrieben, teils in einem für mich unerträglich, langatmigen Ich-Erzählungsstil. Die Geschichte an sich ist gar nicht unspannend, aber der Stil ist für mich größtenteils wirklich nicht zu ertragen gewesen.

GUGGISBERG, B. (2017): Willkommen in der Provence, Diana Verlag

Ich bedanke mich für das Leseexemplar!