Spannend: Das Novembermädchen

Ein historischer Roman, der sich um die Gründung der ersten Volksküchen Berlins und ihrer Gründerin dreht. Ein Roman, der es in sich hat. Denn Katrin Tempel recherchierte vorher offensichtlich ausgiebig, probierte sogar Rezepte der damaligen Volksküchen aus und verfeinerte sie für heutige Gaumen. „Deutlich weniger Butter!“

Der Titel passt gut und führt anfänglich in die Irre. Denn es fängt zwar mit dem einstigen Mädchen Lina Morgenstern an, Weiterlesen

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Appetitanregend: One Pot Soulfood

Sabine Schlimm stellt sich auf ihrem Twitter-Account so vor: „Denkt ans Essen. Schreibt übers Essen. Ach ja, und: isst gerne.“ Blättert man durch dieses Buch, glaube ich ihr das sofort 🙂 Am Liebsten hätte ich alle Rezepte ausprobiert, beschränkt mich für diese Rezension und die letzte Woche allerdings auf drei. Was soll ich sagen – sie mundeten alle hervorragend. Ein Rezept habe ich etwas abgewandelt. Die fränkische Suppe „Blaue Zipfel“ bereitete ich ohne Weißweinessig zu – sonst rezeptgetreu! -, so verfärbten sich die Würschterl natürlich nicht. Die Suppe schmeckte göttlich. Weiterlesen


Eindrucksvoll: Als die Tage nach Zimt schmeckten

Zwei Welten werden beschrieben in dieser Familiengeschichte und gleichzeitig erfährt man viel über die Sitten beider Länder. Sitten, die die einen verstören, weil sie keinerlei Höflichkeit gegenüber Orten und Personen darin erkennen. Oder im umgekehrten Fall überfordernde Sitten, weil es soviel zu beachten gilt. Die Geschichte spielt sowohl in Kalifornien als auch in Teheran. Erzählt wird weniger in Dialogen als in Beschreibungen. Man erkennt sehr gut die zwiespältigen Gefühle der in die Fremde geschickten Tochter, damit sie nach dem Fall des Schahs nicht geistig im Iran ersticken möge. Als auch die Gefühle und Haltung der Enkelin, die kein Wort Farsi spricht als ihre Mutter sie nach Teheran mitnimmt, damit sie ihren Großvater kennenlernt bevor er stirbt. Weiterlesen


Spätsommerliebe

Der vierte Band der bezaubernden Reihe um das fiktive Genießerdorf Meierhofen im Allgäu ist schon wieder eine Wucht. Es kommt anders daher als seine Vorgänger und wickelte mich als Leserin um den Finger! Die Liebeleien der Bewohner und einiger Zugezogener werden thematisiert und zwar die Liebe, wenn der erste Zauber samt rosaroter Brille verschwunden ist. Was bleibt? Ein Roman, der sich liest wie es auch im realen Leben zugehen könnte und doch auch wieder nicht. Nicht alltäglich und nicht abgehoben sondern genauso wie man sich als „mitfiebernde“ Leserin eine angenehm zu lesende Fortsetzung wünscht. Weder langweilig noch vorhersehbar sondern spritzig und irgendwie auf einer „typischen Meierhofener“ Bodenständigkeit gekitzelt.

Sehr besonders und ein absoluter Schmöker!

DURST-BENNING (2018): Spätsommerliebe, Blanvalet Verlag

Ich bedanke mich herzlich für das Leseexemplar beim Verlag!