Silberflamme

Vordergründig geht es bei der Phileasson-Saga um zwei rivalisierende Kapitäne, die im Rahmen einer Wette zwölf Aufgaben erfüllen und zeigen müssen, wer zuerst am Ziel ankommt. Die Reise geht über Land- und Wasserwege voran. Jeder geht mit seiner Crew anders vor. Der Haken bei diesem Buch ist: es ist der vierte Band einer Fantasyreihe und der dritte Band ist schon ein Weilchen her. Wer nicht mehr im Stoff „drin“ ist, findet so schnell nicht in die Geschichte hinein. Es gibt keine Rückschau. Das ist sehr schade, denn Hennens Bücher sind immer sehr dick und voll mit Abenteuern.

Hintergründig dreht es sich um ein sagenhaftes Artefakt, welches gesucht wird. Wie bei Hennen üblich vermischen sich die Geschichten und es ist nicht immer klar, worum es gerade pro Kapitel geht. Dazu kommen viele Namen und Figuren, von denen viele dauerhaft unwichtig sind oder zumindestens erscheinen.

Ich konnte mich mit dem Titel nicht anfreunden.

HENNEN, B. (2017): Die Phileasson-Saga – Silberflamme, Heyne Verlag
Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar

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Die Gabe der Könige

Der Auftakt zu einer Fantasyreihe, der es in sich hat. Den Anfang fand ich holprig und musste mich auch erstmal in die Ich-Erzählung einfinden. Ab dem zweiten Kapitel gewinnt der Roman an Dramatik und Dramaturgie deutlich: spannend und flüssig erzählt Robin Hobb über die Welt der so genannten Weitseher, wählt ihre Spannungsbögen gut. Dazu ist der Ich-Erzähler jemand, der mitten im Geschehen steht anstatt am Rande. Eine Figur, die von mehreren Akteuren geprägt wird und selbst lernt Entscheidungen zu treffen, Intrigen aus dem Weg zu gehen und über die „Gabe der Könige“ verfügt. Die Geschichte lebt von vielen Typen, die man sich gut vor dem inneren Auge vorstellen kann: wie sie aussehen mögen ebenso wie ihre Art zu handeln. Hinzu kommt eine dichte Atmosphäre, die mich das Buch kaum aus der Hand legen ließ – perfekt für verregnete Wochenenden 🙂

Ich freue mich bereits auf den zweiten Teil!

HOBB, R. (2017 NA): Die Gabe der Könige, Penhaligon Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!


Der Wanderer: Bd. 2 der Magie der tausend Welten

Nachdem Band 3 super spannend war und ich den ersten sehr langatmig fand, nun der zweite Band: Die Idee mit dem Reisen zwischen 1000 verschiedenen Welten, den Zauberern und denen, die Magie erschaffen können, regt meine Fantasie hier deutlich stärker an. Spielte der erste Band in nur einer Welt, saust man jetzt zwischen verschiedenen hin und her, amüsiert sich, wenn man etwas aus der eigenen Erde wieder erkennt. Sehr spannend und gut verfasst. Deutlich flüssiger und die Autorin lässt eine Art Muster erkennen. Die Geschichte handelt nun von verschiedenen Völkern und Canavan bezieht auch mehr bleibende Akteure mit hinein. So entsteht ein guter Handlungsstrang, der nahtlos vom dritten Band aufgenommen wurde.

Fazit: Den ersten Band kann man sich sparen, der zweite und dritte hingegen lohnen sich zum Lesen und darin Versinken.

CANAVAN, T.: Die Magie der tausend Welten – der Wanderer, Penhaligon Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Lese-E-Book :-)!


Die Begabte: Bd.1 der Magie der tausend Welten

Anmerkung: Ich habe vor einigen Wochen den letzten Band der Trilogie in die Finger bekommen und fand ihn wunderbar! Danach war ich begierig auf den Anfang und die Mitte.

Die Geschichte baut auf zwei Handlungsstränge auf und ist in elf Oberkapitel gegliedert, um die Ereignisse übersichtlicher zu gestalten. Die Stränge selbst ziehen sich ziemlich in die Länge, wobei der rund um eine in einem Buch gefangen gehaltene Zauberin extrem lang wirkt und sehr langatmig wird. Es wirkte teilweise so, als ob die Autorin kein Ende finden konnte. Das Ende wiederumg lässt – passend zum ersten Band einer Trilogie – viele Handlungsfäden offen. Allerdings verknüpft die Autorin auch nur wenige Fäden miteinander und dies trägt nicht zu einem guten Lesefluss bei. Dazu wirkt das ganze wie eine einzige, relativ langweilige Schnulze.

CANAVAN, T.: Die Magie der tausend Welten – die Begabte, Penhaligon Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Lese-E-Book :-)!


Der Weg des Inquisitors

Eine mittelalterlich anmutende Welt – so wirkt sie jedenfalls in den ersten beiden Kapiteln. Aber dann überschlagen sich einige Ereignisse und es wird glasklar: Frank Rehfeld hat wieder einen Fantasy-Roman verfasst. Und zwar einen der ohne die typischen Protagonisten wie Elfen auskommt. Dafür allerdings mit dämonischen Kräften aufwartet, die allerdings eher im Hintergrund schlummern und erst zum Ende des Buches erwachen. Es gibt einen Cliffhanger und die Erwartung auf den zweiten Band wächst. (Er wird im Dezember erscheinen). Weiterlesen