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Das Wunder des Pfirsichgartens

Zwei junge und zwei alte Frauen, zwei Männer, eine amerikanische Kleinstadt, ein gesellschaftliches Ereignis (nun ja, es sollte ursprünglich eins werden) und etwas Mystik (ganz am Rande). Sarah Addison beschreibt mit leichter Hand, Esprit und Witz die Sorgen und das Wirken zweier sehr unterschiedlicher junger Frauen, die sich noch aus der Schule kennen und irgendwie nicht besonders mögen. Aber doch gut zueinander passen, der Umstände halber aufeinander zu gehen und schließlich ihr Glück finden. Ja, es ist ein Roman mit Happy End 😉 Am Ende wird es leicht dramatisch und die beiden Großmütter, die eine dement und die andere bissig-klar, kommen samt einer uralten Geschichte mit in´s Boot. Wodurch das angepeilte gesellschaftliche Ereignis doch nun wirklich ein Ereignis wird – allerdings anders als geplant. Wie das Lebens eben so spielt.

Der Roman ist eine zauberhafte Geschichte, bei der es weniger um die Inhalte geht als um das Zusammenwirken vieler Details und um das Schließen von Freundschaften. Ähm, ja, die Liebe wurde kräftig mit hineingewoben und das Buch ist alles andere als ein Liebesroman! Herrlicher Sommerschmöker!

ADDISON ALLEN, S. (2015): Das Wunder des Pfirsichgartens, Goldmann Verlag

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Ein wunderbares Jahr

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Das Titelbild impliziert einen heiteren, sonnigen Roman. Der Inhalt liefert einen problembeladenen Inhalt, der aus vielen Erzählsträngen – jeder mit eigenen Herausforderungen behaftet – besteht. Das „wunderbare Jahr“ stellt sich als gut zu lesen und gleichzeitig nicht einfach zu verkraften heraus, denn es kommt auf die Leser viel zu, manchmal zuviel.  Weiterlesen

Die vergessene Tochter

Eine nordamerikanische Kleinstadt, in der jeder so ziemlich jeden kennt, zwei verfeindete Familien und eine über allem irgendwie stehende Papierfabrik. Letztere sorgt für die meisten Arbeitsplätze der Stadt und ist gleichzeitig vieler Vergehen an der natürlichen Umgehung schuldig. In dieser Stadt herrscht Engstirnigkeit und das typische „Kleinstädtische“ vor. Ebenso gibt es viele Geheimnisse und nicht nur das, um welches es scheinbar primär geht und das durch einen verheerenden Busunfall wieder ans Tageslicht kommt.

Sehr spannend. Nicht nur ein weiterer Krimi mit vielen Typen sondern eine Kriminalgeschichte mit einigen Charakteren, die sich im Lauf der Handlungen auch ändern.

BAKER, T. (2015): Die vergessene Tochter, btb Verlag

Die Tuchvilla

DownloadEine Villa in Augsburg 1913. Anhand der Geschichte des jungen Dienstmädchens Marie erfährt man viel über das Leben zwischen „oben“ – der Herrschaft und damit der Familie, und „unten“ – der Dienerschaft, die zwar im Souterrain wirtschaftet jedoch ganz unter dem Dach schläft. Ebenso erfährt man Einiges über das Leben in Augsburg und Paris kurz vor dem Ausbrechen des 1. Weltkriegs und über die Tuchindustrie.  Weiterlesen