Elfenmacht

Das Bernhard Hennen ein ausgesucht wunderbarer Autor für Fantasy ist, wusste ich vorab nicht. Der vorliegende Titel ist für Fans der Fantasy-Literatung ein Schmöker par excellence. Er enthält alles, was ich mir als Leserin dieser Gattung wünsche:

Ein eigener Mikrokosmos

Wie bei Tad Williams und Tolkien hat sich auch Hennen eine komplett eigene Welt mit speziellen Wesen, Gestalten und Weiterlesen


An der Ostsee sagt man nicht Amore

Als ich das Buch angefragt habe, inspirierte mich die Inhaltsangabe und ja, zugegeben, auch das Titelbild. Der Erzählstil der Autorin jedoch ist nicht meiner. Die Geschichte an sich haut mich nicht vom Hocker. Erst recht nicht als im letzten Drittel des Romans klar wird, warum die Braut halsüberkopf nach Rügen flüchtete.

Es beginnt mit einer endlosen Ich-Erzählung mit lauter nichtssagenden Inhalten aus der Sicht der Hauptfigur, so gänzlich kopflos  uninteressant, dass ich seitenweise überblättert habe. Der Schreibstil zieht sich durch und ich merke wieder einmal:
mit oberflächlichen Typen – ob real lebend oder fiktiv – kann ich so überhaupt nichts anfangen! Und diese Figur ist fürchterlich flach. Erst im letzten Drittel wäscht ihre Schwester ihr den Kopf und als klar wird, was der liebe Bräutigam „verbrochen“ hat, denke ich nur „Kopftisch“ und klappe das Buch zu.

JENSEN, K. (2016): An der Ostsee sagt man nicht Amore, Heyne
Ich bedanke mich beim Verlag für Leseexemplar


Das Haus am Fluss

Gesehen, durchgeblättert und für lesenswert befunden. Leider war beim Durchblättern nicht ersichtlich, dass die Geschichte sehr fad erzählt wird. Denn zu Beginn ließ sich alles noch gut an: amüsanter Schreibstil, zwei Erzählstränge – einer in der Vergangenheit und einer in der Gegenwart handelnd – und eine pfiffige Geschichte. Die alte Geschichte liest sich zwar relativ harmlos, allerdings wird vieles bis ins kleinste Detail erzählt. Und das langweilt mich. Der zweite Erzählstrang im Heute ist etwas besser, flacht zusehends ab der Romanmitte ab. Die Autorin scheint sich verzettelt zu haben, denn viele Dinge werden angerissen aus denen man sicherlich mehr hätte andenken können. So bleibt die Geschichte des Hauses samt Garten mit alter Orangerie kurz vor der Elbmündung stecken. Während sich zwar die Geschehnisse rund um das Geheimnis des Haus am Ende lüften, aber bei mir ein fader Beigeschmack von „hätte besser sein können“ blieb.

Auch Personen, die zu Beginn und noch in der Mitte wichtig waren, spielen am Ende gar keine Rolle mehr, tauchen nur noch am Rande auf. Eigentlich gibt es im letzten Drittel des Titel gar keine Hauptfiguren mehr und genau dies stört gewaltig beim Lesen.

HEITMANN, T. (2017): Das Haus am Fluss, Blanvalet Verlag


Schwesterherz

… ist ein Thriller vom Allerfeinsten. Die Autorin lässt den Roman mit einem Interview beginnen und enden, die auf das Kommende vorbereiten. Man ahnt mehr als das man zu wissen glaubt und es trifft grundsätzlich schlimmer ein als geahnt. Es ist übrigens der erste Band von zweien und der Thriller endet in Band zwei. Immerhin endet der erste Teil der Geschichte nicht mit einem totalen Cliffhanger, aber mit einem ziemlichen. Bin sehr gespannt auf den Abschluss! Weiterlesen


Das Seelenleben der Tiere

Der Förster Peter Wohlleben forscht zusammen mit der Universität Aachen in seinem seit ca. 20 Jahren wirtschaftlichen Urwald, in den statt Harvestern nur Waldarbeiter mit Rückepferden eindringen und behutsam Bäume entnehmen. Sein Buch über das „geheime Leben der Bäume“ war bemerkenswert und gut. Mit dem vorliegenden Titel tue ich mich schwer.

Der Förster möchte allem Anschein nach mehr Verständnis für Tiere und ihre Gefühle wecken. Und auch dafür, das sie keine Menschen sind, einen anderen Humor haben (können) oder auch ganz einfach unterschiedlich fühlen und agieren. Wobei auch das wieder

Das sie welche haben, steht für mich seit Kindesbeinen außer Frage. Weiterlesen