Ergötzlich: Gschlamperte Verhältnisse

Der fünfte Fall von Joe Lederer und Dr. Sophie Rosenhut ergötzt wieder einmal hervorragend! Die Sprache, manchmal wunderbar bayrisch und doch auch für Nordlichter gut verständlich, die speziellen Typen und die herrlich-amüsanten Situationen samt Krimi irgendwo dazwischen. Ja, es ist wieder ein Krimi und es sind mehrere Fälle in die gschlamperte Dreiecksgeschichte rund um die „kalte Sophie“ herum und hinein verwickelt.

Der Charme dieses Romans besteht eindeutig Weiterlesen

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Tiefgang: Die Tote im Wannsee

Ein historischer Krimi mit guten belletristischen Anteilen! Die Spannung lauert stets im Hintergrund. Die Geschichte spielt im Berlin zur Zeit der Studentenproteste und nimmt sowohl Agenten des Staatsschutzes der BRD als auch der DDR ins Visier. Dazu wird mehr oder weniger unterschwellig deutlich, das immer noch Nazis obere Ränge bekleideten. Ein Fakt, der gerne vergessen wird, auch heutzutage und immer noch aktuell ist.

Der Ermittler ist Polizist, verlor seine Mutter im Krieg, sein Vater arbeitete früher mit seinem derzeitigen Chef Weiterlesen


Ein Kommentar

Und die Braut schloss die Tür

Komödie oder Tragödie? Eher Ersteres und immer haarscharf an Letzterer vorbei schrammend. Die Novelle spielt in Israel, im Zentrum sowohl arabischen als auch jüdischen Lebens. Er spielt sich vor allem in einem Schlafzimmer ab. Zwischen innerer, gefühlter Kälte und dem Zwang möglichst schnell zu heiraten und viele Kinder in die Welt zu setzen. Die Braut steht zwischen den Stühlen. Zwischen dem, was sie selbst will und noch nicht artikulieren kann, nur weiß: heiraten, jetzt, gehört nicht dazu. Zwischen ihrem Bräutigam, ihren Eltern mit althergebrachten Vorstellungen und der modernen Welt. Weiterlesen


Schaurig schön: In Schönheit sterben

Ulrich baut seine Spannungsbögen in unterschiedlichen Abständen auf. Zu Beginn gibt es die ersten spannenden Momente und ein rascher Einstieg in die Kriminalgeschichte. Zwischendrin flacht die Spannung immer wieder ziemlich ab. Man lernt die Hauptfiguren der kleinen Serie privat näher kennen, kann sie sich gut bildlich vorstellen. Fast alle Begebenheiten haben allerdings mit dem Fall zu tun, auch, wenn man manches erst später mit bekommt. Das schadet der Geschichte allerdings nicht. Die Polizeit ermittelt zwar und tritt auch auf. Die eigentlichen Ermittler dieses Romans sind jedoch eine Journalistin und ein zugezogener deutscher Strafverteidiger im Ruhestand. Beide kommen zwischendrin so manchem Geheimnis auf die Schliche und diese sind häufig skurriler bis schockierender Natur. Einiges spielt sich in Rom ab, einiges in der Maremma und so manch urige Eigenheit von Stadt und Land flocht Ulrich mit hinein. Weiterlesen


Lokalkolorit: Provenzalisches Feuer

Ein spannender Krimi mit historischem Hintergrund! Gut geschrieben, fesselt die Geschichte von der ersten Seite an. Es dreht sich sowohl um die alten Dialekte der okzitanischen Sprache, die von der französischen Regierung seit Jahrzehnten unterdrückt werden, als auch um das fragile Gleichgewicht zwischen Tourismus und echtem Dorfleben. Weiterlesen