Tricky: Die rote Frau

Wiener Dialekt wurde, wie beim ersten Band, als Würze hinzugefügt. Das Wien der 1920-er Jahre verlottert, das gilt für Gebäude, verrohte Sitten und die Politik. So nehmen die beiden versehrten Ermittler wieder Spuren auf, folgen ihren Nasen anstatt auf ihren Chef zu hören, machen sich unbeliebt und schleichen sich weiter ins Leserherz ein. Denn so skurril sie beschrieben werden, so sehr ist ihre Handlungsweise nachzuvollziehen. Weiterlesen

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Spannend: Helle & der Tote im Tivoli

Judith Arendt verfasste einen Krimi, der von der ersten bis zur letzten Zeile Spannung aufbaut und hält. Phasen ohne Spannung gibt es zwar, aber in denen rätselt man selbst mit. Sie baute ihre Figuren sehr gut auf, ich vermute, dass es eine Reihe rund um die Kommissarin Helle Jespers in Skagen geben könnte. Jede Figur ist sowohl gut ausgearbeitet als auch sehr gut vorstellbar, wie sie handelt, aussieht und denkt. Weiterlesen


Literatur: Die Wüstengängerin

Zur Hand genommen und in fast einem Rutsch durchgelesen. Zwei Frauen und zwanzig Jahre dazwischen erkunden aus unterschiedlichen Gründen die Region der Uiguren zwischen Altai-Gebirge und Taklamakan-Wüste. Es dreht sich um die Spannungen zwischen Chinesen und den eingesessenen Völkern, um die Spannungen, die beide Frauen in sich tragen ebenso wie um Suchen. Weiterlesen


Brisant: Die geliehene Schuld

Grandios – unbedingt lesenswert für alle, die eine gute Schreibe und Familiengeschichten mit historischen Zusammenhängen mögen! Claire Winter schrieb auch dieses Mal einen Schmöker und zwar einen der es in sich hat. Eine Portion Liebe, eine Prise Herzschmerz, einen guten Schuss Spannung und gute Recherche ergibt gut gerührt dieses Buch: Weiterlesen


Thriller: Blutschatten

Wer die bisherigen Krimis von Kathy Reichs kennt und schätzt, muss sich bei diesem Thriller warm einpacken. Ein völlig anderer Erzählstil, komplett andere Perspektive und Herangehensweise als bei den „Brennan-Romanen“. Dabei bietet die Autorin wie gewohnt einen guten Rahmen, perfekte Spannung (manchmal zu hoch) und viel Tempo von Beginn an. Die Ermittlerin ist neu, traumatisiert, scheut sich nicht zu schießen und arbeitet zügig auf den Punkt. Sie hört auf ihr Bauchgefühl und verlässt sich auf ihre Ahnungen.

Personen werden gut dargestellt und durch den rasanten Erzählstil kommt man gut in die Story hinein. Das Zur-Seite-Legen des Buches fällt schwer. Man sollte es abends nicht anfangen, sonst drohen möglicherweise Alpträume. Perfekt für Eis- und Regentage 🙂

 

Kathy Reichs (2018): Blutschatten, Karl-Blessing-Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!