Schaurig schön: In Schönheit sterben

Ulrich baut seine Spannungsbögen in unterschiedlichen Abständen auf. Zu Beginn gibt es die ersten spannenden Momente und ein rascher Einstieg in die Kriminalgeschichte. Zwischendrin flacht die Spannung immer wieder ziemlich ab. Man lernt die Hauptfiguren der kleinen Serie privat näher kennen, kann sie sich gut bildlich vorstellen. Fast alle Begebenheiten haben allerdings mit dem Fall zu tun, auch, wenn man manches erst später mit bekommt. Das schadet der Geschichte allerdings nicht. Die Polizeit ermittelt zwar und tritt auch auf. Die eigentlichen Ermittler dieses Romans sind jedoch eine Journalistin und ein zugezogener deutscher Strafverteidiger im Ruhestand. Beide kommen zwischendrin so manchem Geheimnis auf die Schliche und diese sind häufig skurriler bis schockierender Natur. Einiges spielt sich in Rom ab, einiges in der Maremma und so manch urige Eigenheit von Stadt und Land flocht Ulrich mit hinein. Weiterlesen

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Lokalkolorit: Provenzalisches Feuer

Ein spannender Krimi mit historischem Hintergrund! Gut geschrieben, fesselt die Geschichte von der ersten Seite an. Es dreht sich sowohl um die alten Dialekte der okzitanischen Sprache, die von der französischen Regierung seit Jahrzehnten unterdrückt werden, als auch um das fragile Gleichgewicht zwischen Tourismus und echtem Dorfleben. Weiterlesen


Vielseitig: Einfach anders wohnen

Ein reines Sachbuch rund ums Wohnen in engeren Verhältnissen als es die meisten Menschen bisher in Deutschland gewohnt sind. Oder in weitläufigen Verhältnissen und anderer Nutzung als bisher. Die Beispiele reichen von Tiny Houses – und was man sich davon in Bezug auf große Häuser und Wohnungen abgucken kann – bis hin zum Wohnen in den eigenen vier Wänden aber mit gemeinschaftlich genutzten Bereichen. Weiterlesen


Sturmtage

sturmtageEin unglaublich gut zu lesender Roman! Was zu Beginn wie eine einfache Familiengeschichte daher kommt, entpuppt sich einige Seiten später als Dreiecksgeschichte der besonderen Art: sehr gut ausgedacht und aufgelöst. Zwar so, dass der Leser sich schnell im Klaren darüber ist, wer mit wem wie (ungefähr) zusammenhängt und was sich wann ungefähr ereignete, damit es soweit, wie es zum gegenwärtigen Zeitpunkt der Geschichte gekommen ist. Dennoch bleibt der Roman bis zum Ende spannend. Weiterlesen


Eindrucksvoll: Als die Tage nach Zimt schmeckten

Zwei Welten werden beschrieben in dieser Familiengeschichte und gleichzeitig erfährt man viel über die Sitten beider Länder. Sitten, die die einen verstören, weil sie keinerlei Höflichkeit gegenüber Orten und Personen darin erkennen. Oder im umgekehrten Fall überfordernde Sitten, weil es soviel zu beachten gilt. Die Geschichte spielt sowohl in Kalifornien als auch in Teheran. Erzählt wird weniger in Dialogen als in Beschreibungen. Man erkennt sehr gut die zwiespältigen Gefühle der in die Fremde geschickten Tochter, damit sie nach dem Fall des Schahs nicht geistig im Iran ersticken möge. Als auch die Gefühle und Haltung der Enkelin, die kein Wort Farsi spricht als ihre Mutter sie nach Teheran mitnimmt, damit sie ihren Großvater kennenlernt bevor er stirbt. Weiterlesen