Das Schiff der Träume

Der kitschige Titel mit dem romantischen Titelbild bereitet so gar nicht auf eine spannende, abenteuerliche Geschichte mit historischem Lokalkolorit vor. Die Hauptperson ist zu Beginn ein graues Mäuschen im Schatten der großen Cousine und muss nach einem speziellen Ereignis plötzlich auf eigenen Füßen stehen. Beschrieben wird vor allem, wie sie sich behaupten muss und es auf ihre besonderes, leicht an autistisches Verhalten erinnernd, dann auch tut. Sie fügt sich in eine ihr ziemlich neue Welt ein, wird gefördert und akzeptiert, so, wie sie ist. Hinzu kommen die Spannungen zwischen den Nord- und Südstaaten der U.S.A. kurz vor Beginn des Bürgerkriegs.

Martha Conway ist bisher eher für ihre Kurzgeschichten bekannt. In diesem Roman beschreibt sie nicht nur Typen sondern sich wandelnde Charaktere, die man mag oder auch nicht. Der Lesefluss wird nie gestört, alle Geschehnisse passen gut zusammen und es bleibt immer genügend Spannung, um das Buch nicht zur Seite legen zu wollen. Ein wunderbarer Schmöker!

CONWAY, M. (2017): Das Schiff der Träume, Goldmann Verlag

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Der Weg des Inquisitors

Eine mittelalterlich anmutende Welt – so wirkt sie jedenfalls in den ersten beiden Kapiteln. Aber dann überschlagen sich einige Ereignisse und es wird glasklar: Frank Rehfeld hat wieder einen Fantasy-Roman verfasst. Und zwar einen der ohne die typischen Protagonisten wie Elfen auskommt. Dafür allerdings mit dämonischen Kräften aufwartet, die allerdings eher im Hintergrund schlummern und erst zum Ende des Buches erwachen. Es gibt einen Cliffhanger und die Erwartung auf den zweiten Band wächst. (Er wird im Dezember erscheinen). Weiterlesen


Die Magie der tausend Welten – Die Mächtige

Ohne vorher zu wissen, dass es der Abschlussband einer Trilogie ist, hat mich das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Alles in allem eine ungewöhnliche Fantasy-Geschichte in der man nichts Abgeschriebenes oder Inspiriertes von anderen Romanen findet. Und auch ohne die vorherigen beiden Bände zu kennen, konnte ich verstehen, worum es ging. Dies allein ist bereits fantastatisch.

Gut geschrieben, ohne fantasievolle Ausschmückungen und mit vielen, magischen, in sich stimmigen Welten liest sich der Roman in einem Zug durch. Ich konnte mir die Akteure bildlich vorstellen und verstand durch die kurzen Ausführungen auch ihr Handeln gut. Es war größtenteils nachvollziehbar. Auch geht die Autorin nie zu sehr ins Detail sondern beschreibt kurz und bündig neue Situationen ohne dass das besondere Flair ihres Romans darunter leiden würde. Kraftvoll und interessant, ein Fantasy-Abenteuer erster Klasse!

CANAVAN, T. (2017): Die Magie der tausend Welten – Die Mächtige, Penhaligon Verlag
Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!


Sternenstaub

Das Ende der Trilogie um die herabgefallenen Sterne und ihre Sucher bzw. Finder ist ein wunderbarer Fantasy-Schmöker geworden. Die Gewaltverherrlichung des letzten Teils findet sich hier nicht mehr wieder und auch die sehr speziellen Ergüsse hinsichtlich verschiedener Beziehungsstatuen sind nicht mehr so sehr Teil der Geschichte. Abenteuer und Verwirrspiele stehen im Vordergrund, werden locker-seicht erzählt. Neue, frisch-freche Wendungen ergeben sich und bereiten seichten Spaß weiterzulesen.

Wesentlich weniger spektakulär und deutlich geruhsamer gestaltete Nora Roberts ihren dritten Band. Die Typen sind gut ausgearbeitet, ihre Tricks bekannt und doch nicht langweilig. Eine kleine Familiengeschichte gesellt sich charmant hinzu und das Ende ist fast schon märchenhaft. Doch, ein guter „Fantasyschmöker für Frauen“ und zum geistigen Abdriften ohne jeglichen Tiefgang 🙂 Muss auch mal sein!

ROBERTS, N. (2017): Sternenstaub, Blanvalet Verlag

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar!


Rosenstunden

Ein Roman aus drei Perspektiven jeweils als Ich-Erzählungen. Diese Erzählweise irritiert nur am Anfang ein wenig. Jeder Kapitelanfang weist darauf hin, aus welcher Perspektive gerade erzählt wird. Der Titel schließt nahtlos an den vierten Band rund um die Bed & Breakfast Pension in Rose Harbour an. Es geht also weiter und im Gegensatz zum letzten Buch glücklicherweise genauso locker-seicht wie die ersten drei Bände. Ohne jeglichen Tiefgang mit herzlichen Typen und natürlich mit Herzensangelegenheiten: ein reiner Schmöker für ein paar Stunden am Strand, im Liegestuhl oder auf dem Sofa zum geistigen Abschalten 🙂

Leser erfahren mehr über Mark, Weiterlesen