Spätsommerliebe

Der vierte Band der bezaubernden Reihe um das fiktive Genießerdorf Meierhofen im Allgäu ist schon wieder eine Wucht. Es kommt anders daher als seine Vorgänger und wickelte mich als Leserin um den Finger! Die Liebeleien der Bewohner und einiger Zugezogener werden thematisiert und zwar die Liebe, wenn der erste Zauber samt rosaroter Brille verschwunden ist. Was bleibt? Ein Roman, der sich liest wie es auch im realen Leben zugehen könnte und doch auch wieder nicht. Nicht alltäglich und nicht abgehoben sondern genauso wie man sich als „mitfiebernde“ Leserin eine angenehm zu lesende Fortsetzung wünscht. Weder langweilig noch vorhersehbar sondern spritzig und irgendwie auf einer „typischen Meierhofener“ Bodenständigkeit gekitzelt.

Sehr besonders und ein absoluter Schmöker!

DURST-BENNING (2018): Spätsommerliebe, Blanvalet Verlag

Ich bedanke mich herzlich für das Leseexemplar beim Verlag!

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Öko: Wohin weht der Wind?

Sie wollen ökologisch verreisen und finden die dafür passenden Zutaten beziehungsweise das passende Wissen nicht in Ihrem Reiseführer? Macht nichts. Dieses Buch ist ideal für lange Reisen und meist unnützes Wissen rund um das Verhalten bei langen und kurzen Reisen. Anschaulich packt Pasotti die Fakten auf die Seiten, oft herrlich illustriert, und kommt auf wenigen Seiten pro Fakt auf den Punkt. Wer wollte nicht schon mal wissen, was die Coriolis-Kraft bewirkt oder wo die Weiterlesen


Vergnüglich: Landliebe

Männer sind manchmal Trottel und Frauen kommen nicht in die Pötte, beide wollen sich nicht ineinander verlieben. Aber, man ahnt es schon, sie tun es trotzdem. Wie was wohin führt – das erzählt auf anspruchslose Art Jana Lucas sehr vergnüglich auf etwas über dreihundert Seiten. Ich habe den Roman innerhalb von drei Stunden durchgelesen, oft geschmunzelt und viel gelacht. Ein Erzählstrang mit lockerer Schreibe und gut aufgebautem Romanskelett. Es gibt einfühlsame Herren und Damen, einen knurrigen Bauern, eine gar nicht doofe Großstadtpflanze, die doch gut aufs Land passt und witzige Story, die alles aufs Beste miteinander verknüpft. Weiterlesen


Tage am Meer

Um es vorweg zu nehmen: das letzte Drittel ist das Beste des gesamten Titels. Da beginnt ein wunderbares Katz-und-Maus-Spiel zwischen ehemaligen Eheleuten, ein Zickentheater erster Güte – und alles auf engstem Raum mitten auf dem Mittelmeer. Keiner kann flüchten und die Zickereien sind super. Da habe ich wirklich geschmunzelt. Weiterlesen


Liebevoll: Der Brombeergarten

Ein feiner, seichter Schmöker für heiße Tage im Garten, Strandkorb oder auf der Terrasse. In flüssiger Erzählweise erfährt man häppchenweise etwas über die Hauptfigur, sie schält sich wie die Schalen einer Zwiebel nach und nach zu der Person, die sie eigentlich ist. Dazu gibt es jede Menge rund um Gartenarbeit in einer Kleingartensiedlung in England zu erfahren. Wenige Spannungsbögen, dafür viele kleine Hightlights – typisch für ein Gärtnerjahr und fein beschrieben. Sowohl das Miteinander der Gärtner als auch sich anbahnendes Amüsement unterschiedlichster Natur. Dabei sind die Typen so beschrieben, dass man sie sich gut vor dem inneren Auge vorstellen kann.

Es gibt nur einen Erzählstrang, dafür etliche skurrile Typen und viele sehr liebenswerte.

Was mich störte, war der Klappentext. Wer immer ihn verfasste, scheint nur ein paar Seiten gelesen zu haben. Denn Brombeeren kommen nur ein einziges Mal vor, in einem Kuchen, ganz zum Schluss.

CATHY BRAMLEY (2018): Der Brombeergarten, Heyne Verlag
Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!