Der Weg des Inquisitors

Eine mittelalterlich anmutende Welt – so wirkt sie jedenfalls in den ersten beiden Kapiteln. Aber dann überschlagen sich einige Ereignisse und es wird glasklar: Frank Rehfeld hat wieder einen Fantasy-Roman verfasst. Und zwar einen der ohne die typischen Protagonisten wie Elfen auskommt. Dafür allerdings mit dämonischen Kräften aufwartet, die allerdings eher im Hintergrund schlummern und erst zum Ende des Buches erwachen. Es gibt einen Cliffhanger und die Erwartung auf den zweiten Band wächst. (Er wird im Dezember erscheinen). Weiterlesen


Die Magie der tausend Welten – Die Mächtige

Ohne vorher zu wissen, dass es der Abschlussband einer Trilogie ist, hat mich das Buch von der ersten Seite an gefesselt. Alles in allem eine ungewöhnliche Fantasy-Geschichte in der man nichts Abgeschriebenes oder Inspiriertes von anderen Romanen findet. Und auch ohne die vorherigen beiden Bände zu kennen, konnte ich verstehen, worum es ging. Dies allein ist bereits fantastatisch.

Gut geschrieben, ohne fantasievolle Ausschmückungen und mit vielen, magischen, in sich stimmigen Welten liest sich der Roman in einem Zug durch. Ich konnte mir die Akteure bildlich vorstellen und verstand durch die kurzen Ausführungen auch ihr Handeln gut. Es war größtenteils nachvollziehbar. Auch geht die Autorin nie zu sehr ins Detail sondern beschreibt kurz und bündig neue Situationen ohne dass das besondere Flair ihres Romans darunter leiden würde. Kraftvoll und interessant, ein Fantasy-Abenteuer erster Klasse!

CANAVAN, T. (2017): Die Magie der tausend Welten – Die Mächtige, Penhaligon Verlag
Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!


Sternenstaub

Das Ende der Trilogie um die herabgefallenen Sterne und ihre Sucher bzw. Finder ist ein wunderbarer Fantasy-Schmöker geworden. Die Gewaltverherrlichung des letzten Teils findet sich hier nicht mehr wieder und auch die sehr speziellen Ergüsse hinsichtlich verschiedener Beziehungsstatuen sind nicht mehr so sehr Teil der Geschichte. Abenteuer und Verwirrspiele stehen im Vordergrund, werden locker-seicht erzählt. Neue, frisch-freche Wendungen ergeben sich und bereiten seichten Spaß weiterzulesen.

Wesentlich weniger spektakulär und deutlich geruhsamer gestaltete Nora Roberts ihren dritten Band. Die Typen sind gut ausgearbeitet, ihre Tricks bekannt und doch nicht langweilig. Eine kleine Familiengeschichte gesellt sich charmant hinzu und das Ende ist fast schon märchenhaft. Doch, ein guter „Fantasyschmöker für Frauen“ und zum geistigen Abdriften ohne jeglichen Tiefgang 🙂 Muss auch mal sein!

ROBERTS, N. (2017): Sternenstaub, Blanvalet Verlag

Ich bedanke mich für das Rezensionsexemplar!


Rosenstunden

Ein Roman aus drei Perspektiven jeweils als Ich-Erzählungen. Diese Erzählweise irritiert nur am Anfang ein wenig. Jeder Kapitelanfang weist darauf hin, aus welcher Perspektive gerade erzählt wird. Der Titel schließt nahtlos an den vierten Band rund um die Bed & Breakfast Pension in Rose Harbour an. Es geht also weiter und im Gegensatz zum letzten Buch glücklicherweise genauso locker-seicht wie die ersten drei Bände. Ohne jeglichen Tiefgang mit herzlichen Typen und natürlich mit Herzensangelegenheiten: ein reiner Schmöker für ein paar Stunden am Strand, im Liegestuhl oder auf dem Sofa zum geistigen Abschalten 🙂

Leser erfahren mehr über Mark, Weiterlesen


Der Sommer der schwarzen Schafe

Aus der Inhaltsangabe heraus erwartete ich einen Krimi. Tatsächlich besticht dieser Roman mit einer vor sich hin plätschernden Geschichte aus der Perspektive zweier Grundschülerinnen, die in den Sommerferien bei ihren Nachbarn nach Gott suchen. Dabei treten allerlei mehr oder weniger skurrile und engstirnige Eigenarten der Anrainer hervor. Und ja, auch eine Art Krimi, allerdings zerschlägt sich diese Hoffnung ab der Buchmitte wieder.

Zu Beginn ist dieser Roman spritzig und amüsant. Das Gefühl verfliegt leider ziemlich rasch, Weiterlesen