Stimmungsvoll: Bevor es Weihnachten wird

Der Advent ist eine besondere Zeit. Das gilt manchmal auch für die Wochen davor. Zumindest gilt dies für die Hauptperson dieser Geschichte. Sie mausert sich nämlich und diese Mauser geschieht nach und nach. Dabei erzählt Hohlfeld so, wie es auch im richtigen Leben zugehen könnte. Sie erfand eine Familie, deren Rolle erst später so richtig klar wird, eine Angestellte, die möglichst tough in ihrer Rolle wirken möchte und sich dabei fast zugrunde richtet sowie deren selbstständigen Freund, der als Nebenfigur wunderbar herausgearbeitet wurde. Weiterlesen

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Ungeschönt: Die Fotografin – Am Anfang des Weges

Die neue Geschichte von Petra Durst-Benning handelt wie gewohnt von einer mutigen Frau, die ihr Schicksal um die Jahrhundertwende selbst in die Hand nimmt. Als Leser erfährt man allerdings auch viel über den Pietismus in Schwaben und das Leben auf der Schwäbischen Alb. Ebenso über die unterschiedlichen Lebenswelten in einem ungeraden Dreieck zwischen Baden-Baden, Isny und Laichingen (Alb).
Da sich die Hauptperson Mimi nach ihrem behüteten Leben als Pfarrerstochter wie ihr Onkel als Wanderfotografin selbstständig macht, gab ihr die Autorin die benötigte Pfiffigkeit und Geschäftssinn mit auf den Weg. So ist dieser Titel sowohl spannend als auch vergnüglich zu lesen Weiterlesen


Knifflig: Todesklänge

Der zweite Band um die Kommissarin aus Rom, die es an die Amalfiküste verschlagen hat, ist sehr knifflig. Vieles dreht sich um Musik, die Auflösung kommt überraschend und mit ihr ist der Krimi noch nicht vorbei. Auch das ist eher selten. Der Fall an sich kommt von Anfang an eher leicht daher und gewinnt fast sofort an Fahrt. Gut gesetzte Spannungsbögen wechseln sich mit Erkenntnissen und im Dunkeln tapsenden Ermittlern ab. Man rät automatisch mit. Fesselnd und doch leicht geschrieben, nimmt Mueller ihre Leser mit an die Amalfiküste, nach Neapel und in die Abgründe der Liebe. Weiterlesen


Eindrucksvoll: Als die Tage nach Zimt schmeckten

Zwei Welten werden beschrieben in dieser Familiengeschichte und gleichzeitig erfährt man viel über die Sitten beider Länder. Sitten, die die einen verstören, weil sie keinerlei Höflichkeit gegenüber Orten und Personen darin erkennen. Oder im umgekehrten Fall überfordernde Sitten, weil es soviel zu beachten gilt. Die Geschichte spielt sowohl in Kalifornien als auch in Teheran. Erzählt wird weniger in Dialogen als in Beschreibungen. Man erkennt sehr gut die zwiespältigen Gefühle der in die Fremde geschickten Tochter, damit sie nach dem Fall des Schahs nicht geistig im Iran ersticken möge. Als auch die Gefühle und Haltung der Enkelin, die kein Wort Farsi spricht als ihre Mutter sie nach Teheran mitnimmt, damit sie ihren Großvater kennenlernt bevor er stirbt. Weiterlesen


Vergnüglich: Landliebe

Männer sind manchmal Trottel und Frauen kommen nicht in die Pötte, beide wollen sich nicht ineinander verlieben. Aber, man ahnt es schon, sie tun es trotzdem. Wie was wohin führt – das erzählt auf anspruchslose Art Jana Lucas sehr vergnüglich auf etwas über dreihundert Seiten. Ich habe den Roman innerhalb von drei Stunden durchgelesen, oft geschmunzelt und viel gelacht. Ein Erzählstrang mit lockerer Schreibe und gut aufgebautem Romanskelett. Es gibt einfühlsame Herren und Damen, einen knurrigen Bauern, eine gar nicht doofe Großstadtpflanze, die doch gut aufs Land passt und witzige Story, die alles aufs Beste miteinander verknüpft. Weiterlesen