Vielschichtig: Die Farbe von Winterkirschen

Eine tragische Familiengeschichte im fernen Japan, eingebettet in die Gegenwart und das atomare Trauma Hiroshimas. Anderes Denken, andere Kultur und damit teils völlig andere Werte und Weltanschauungen als in Europa. Die Autorin hilft ihren Lesern die japanische Handlungs- und Denkweise ihrer Figuren zu verstehen: Jedes Kapitel enthält einen kurzen Prolog dazu und man tut gut daran diesen jeweils zu lesen. Es ist kein leicht zu lesendes Buch, aber eins, dass sich meiner Meinung nach zu lesen lohnt! Weiterlesen

Advertisements


Amüsant: Die Wolkenfischerin

Zu Beginn scheint die Autorin noch den Schreibfluss zu suchen, nach einigen Seiten wurde die Geschichte immer flüssiger und wunderbar. Witzig, locker, mit Tempo und Verwirrungen spielt der Roman größtenteils im Finisterre. Typen, die man sich bildlich vorstellen kann – das betrifft die Hauptpersonen ebenso wie die Nachbarn und Dorfbewohner. Weiterlesen


Langatmig: Die Zeit der Rose

Im viktorianischen Zeitalter handelnd, kommt dieser Roman wenig aussagekräftig daher. Ein wenig wie ein „Rosamunde-Pilcher-Film“ 😉 mit vielen Beschreibungen der Landschaft und der Familienverhältnisse. Im ersten Drittel liest sich das Eintauchen in den Alltag der Akteure noch vielversprechend. Leider wird es ab der Buchmitte immer merkwürdiger und unrealistischer, der Rote Faden bricht teilweise ab. So fehlen sowohl geschichtliche Hintergründe zum – in diesem Fall – Bau von Eisenbahnen in England als auch wie die Menschen darauf reagierten – gerade in eher sehr ländlich geprägten Gebieten. Dagegen steht eine adlige, junge Frau, die gerne etwas mehr als nur Tee trinken, Charity-Veranstaltungen organisieren und sticken möchte. Sie wirkt zu Beginn noch vielversprechend und etwas forsch. Später passen ihre Aktionen überhaupt nicht mehr ins Bild.

Sehr zäh und leider enttäuschend.

Heather Cooper (2017): Die Zeit der Rose, Goldmann Verlag

Ich bedanke mich für das Leseexemplar!


Auftakt: Das Gutshaus – glanzvolle Zeiten

Wie schon die Saga um die Dynastie der Bewohner der „Tuchvilla“ ist auch dieses Buch der Auftakt zu einer neuen Serie von Anna Jacobs. Zwei Erzählstränge lotsen den Leser durch die Wirren der 1940-er und 1990-er Jahre. Einmal durch den Verlust des Gutes, einmal durch die Wiedererlangung des alten Besitzes durch die Erben nach dem Mauerfall. Was erstmal nicht so glücklich gewählt klingt, wirkt sich beim Lesen deutlich harmonischer aus. Denn Anne Jacobs zeigt die Parallelen beider Zeiten auf und darüber hinaus lässt sie ihre Figuren in die Tiefe gehen.

Ja, ein tiefgründiger Unterhaltungsroman, einer bei dem man als Leser etwas lernen kann. Solche Romane sind mir die Liebsten, nicht nur spannend und gut geschrieben sondern auch etwas zum geistigen Mitnehmen und Wiederverwerten dabei. Ein belletristisches Überraschungsei sozusagen, ein richtig guter Schmöker!

JACOBS, A. (2017): Das Gutshaus – glanzvolle Zeiten, Bd. 1, blanvalet Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!


Schneereich, weihnachtlich: Winterhochzeit

Der dritte Band rund um Familie Quinn ist erschienen und er ist genauso heimelig-wunderbar wie die ersten beiden Bände. Man kann ihn – genau wie seine Vorgänger – auch einzeln bestimmt gut verstehen. Zusammenhängend allerdings – na, Sie wissen schon!

Diese große Familie hat mal wieder hausgemachte und andere Herausforderungen zu bestehen, zankt sich und hält doch zusammen. Zumindest, wenn es ganz dick kommt. Wie in den vorangegangenen Romanen befleißigt Elin Hilderbrand sich einer lockeren Schreibweise und sorgt dafür, dass man zur Gänze in die Geschichte eintauchen kann. Weiterlesen