Helenas Geheimnis

Ein trickreiches Geheimnis, Zypern im Sommer und eine große Familie, die auf dieser Insel aufeinander trifft. Viel Trubel und Kuddelmuddel und eine etwas vorhersehbare Geschichte. Das Geheimnis jedoch, es bleibt geheim bis kurz vor Schluss und seine Auflösung überraschte mich.

Riley schrieb mal wieder eine gute, leichte Lektüre. Eine, die man in einem Rutsch mit etwas Spannung und leichtem Herzschmerz gut verdauen kann. Ideal für den Strand oder eben so einen mediterranen Herbst, wie wir ihn zur Zeit erleben. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, man kann sich vorstellen, wie sie aussehen, sich bewegen und was sie umtreibt. Der lockere Schreibstil sorgt für ein gutes Leseerlebnis und führt durch die gut angelegte Geschichte mit passenden Spannungspunkten.

Leichter Schmöker zum runterkommen und innerlich abschalten!

LUCINDA RILEY (2016): Helenas Geheimnis, Goldmann Verlag

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Stimmungsvoll: Bevor es Weihnachten wird

Der Advent ist eine besondere Zeit. Das gilt manchmal auch für die Wochen davor. Zumindest gilt dies für die Hauptperson dieser Geschichte. Sie mausert sich nämlich und diese Mauser geschieht nach und nach. Dabei erzählt Hohlfeld so, wie es auch im richtigen Leben zugehen könnte. Sie erfand eine Familie, deren Rolle erst später so richtig klar wird, eine Angestellte, die möglichst tough in ihrer Rolle wirken möchte und sich dabei fast zugrunde richtet sowie deren selbstständigen Freund, der als Nebenfigur wunderbar herausgearbeitet wurde. Weiterlesen


Spannend: Das Novembermädchen

Ein historischer Roman, der sich um die Gründung der ersten Volksküchen Berlins und ihrer Gründerin dreht. Ein Roman, der es in sich hat. Denn Katrin Tempel recherchierte vorher offensichtlich ausgiebig, probierte sogar Rezepte der damaligen Volksküchen aus und verfeinerte sie für heutige Gaumen. „Deutlich weniger Butter!“

Der Titel passt gut und führt anfänglich in die Irre. Denn es fängt zwar mit dem einstigen Mädchen Lina Morgenstern an, Weiterlesen


Fesselnd: Deutsches Haus

Es ist sehr gut geschrieben. Kein Wort zuviel, das Ungesagte wird durch angedeutete Beschreibungen sofort erfasst. Die Geschichte baut sich nach und nach auf. Man lernt die Figuren kennen, ahnt zunächst nur, worum sich der Roman später eindringlich dreht und findet sich im Jahr 1963 zurecht. Zwischen einer Frau, deren Verlobter beim Auftraggeber telefonisch den Auftrag entzieht, weil er nicht will, dass sie beim 1. Ausschwitz-Prozess dolmetscht. In einem Jahrzehnt zwischen Wirtschaftswunder, Winnetou auf der Leinwand, dass dem jetzigen 2018 doch irgendwie ähnlich sieht: bloß keine alten Kriegsverbrechen auf den Tisch kommen lassen und Leuten, die das genau andersrum sehen. Weiterlesen


Die Frauen der Familie Marquardt

Köln um die Jahrhundertwende: schillernd, aufstrebende Geschäfte,die ersten Autos fahren bereits so schnell mit 30 km/h und mittendrin eine Kaufmannsfamilie mit drei Töchtern. So unterschiedlich die drei Damen sind, so vorhersehbar ist ihr Verhalten. Andernorts fingen Suffragetten an die gesellschaftliche Ordnung anzustupsen, in dieser Familie wird die Erbin quasi enterbt, indem ihr Vater ihr einen entfernten Verwandten als Alleinerben der Firma vor die Nase setzt. Das führt zu Konflikten, Zickereien und vor allem zu einem gut recherchierten Gesellschaftsbild. Weiterlesen