Die Fliederinsel

Was nach einem locker-luftigen Strandroman ausschaut, entpuppt sich als historischer Roman mit Tiefgang.  In zwei Erzählsträngen – einer heute, einer zwischen 1933 und 1945 handelnd – beschreibt Sylvia Lott wie jüdische Familien aus Deutschland in Dänemark aufgenommen; und wie sie innerhalb einer Nacht größtenteils außer Landes ins neutrale Schweden gebracht wurde. Dies gelang, weil die Dänen zusammenhielten, mit der Denkart der Nazis nichts gemein hatten und sich als ein Volk ansahen.

 

Die Erzählstränge

Diese Haltung und wie es zu dieser Nacht kam, beschreibt die Autorin anhand eines Ehepaares, das im Laufe der Zeit zur kleinen Familien wächst. Weiterlesen


Zeitgemäß: „Vaterland“

Ein alter Roman neu aufgelegt in einer Zeit in der Autokratien wieder modern werden, bedenkt man die Situation in der Türkei oder sogar in den U.S.A. Robert Harris erster Roman bezirzt mit dichter Atmosphäre, klaren Personen und einer Utopie, die einem beim Lesen fast als echt erscheint. Man dankbar ist, dass es eben nur ein Roman ist. Die Utopie: Hitler gewann 1942 den Krieg und Europa entwickelt sich völlig anders als heute. Gelesen habe ich den Titel bereits in den 1990-er Jahren, ihn nochmal jetzt zu lesen, löst nicht nur Schaudern sondern auch ein „hoffentlich passiert so etwas in der Art mit Europa nie“- Gefühl in mir aus.

Ein Krimi und eine Utopie

Im Jahr 1964 feiert Hitler Geburtstag und es passieren merkwürdige Dinge. Die SS ermittelt im gigantischen Berlin, denn die Stadt wurde nach Plänen von Albert Speer rundherum neu bebaut. Die Stadtrundfahrten erscheinen vor dem inneren Auge sehr plastisch. Die Charaktere der Akteure sind blendend heraus gearbeitet, insbesondere die der historischen Personen, und zeigen sehr genau die Repressalien durch eine Autokratie. Die Geschichte ist extrem spannend erzählt.
Auch interessant ist das Nachwort des Autoren zur Neuauflage und zur Ersterscheinung. Denn letztere zog sich den Unmut Großbritanniens vor 25 Jahren zu.

HARRIS, R. (2017/1992): Vaterland, Heyne Verlag

Ich bedanke mich für das Lesesexemplar beim Verlag!


Elfenmacht

Das Bernhard Hennen ein ausgesucht wunderbarer Autor für Fantasy ist, wusste ich vorab nicht. Der vorliegende Titel ist für Fans der Fantasy-Literatung ein Schmöker par excellence. Er enthält alles, was ich mir als Leserin dieser Gattung wünsche:

Ein eigener Mikrokosmos

Wie bei Tad Williams und Tolkien hat sich auch Hennen eine komplett eigene Welt mit speziellen Wesen, Gestalten und Weiterlesen


Schwesterherz

… ist ein Thriller vom Allerfeinsten. Die Autorin lässt den Roman mit einem Interview beginnen und enden, die auf das Kommende vorbereiten. Man ahnt mehr als das man zu wissen glaubt und es trifft grundsätzlich schlimmer ein als geahnt. Es ist übrigens der erste Band von zweien und der Thriller endet in Band zwei. Immerhin endet der erste Teil der Geschichte nicht mit einem totalen Cliffhanger, aber mit einem ziemlichen. Bin sehr gespannt auf den Abschluss! Weiterlesen


Die Feuer von Anasoma

Ein Debütroman – und was für einer. Ein wunderbarer, dicker Schmöker, der in eine Welt voller Zauberer, hochmagischer Kleinodien und skurriler Gestalten führt. Die ersten hundert Seiten sind zum Eingewöhnen, der Inhalt des Prologs offenbart sich erst am Ende dieses Bandes und auch, dass dieses Buch wohl der Auftakt zu einer neuer Fantasy-Reihe bildet. Ich bin jetzt schon gespannt auf den zweiten Band.

Viele Akteure

Viele Personen tummeln sich in diesem Buch und die meisten werden nicht näher vorgestellt Weiterlesen