Literatur: Die Wüstengängerin

Zur Hand genommen und in fast einem Rutsch durchgelesen. Zwei Frauen und zwanzig Jahre dazwischen erkunden aus unterschiedlichen Gründen die Region der Uiguren zwischen Altai-Gebirge und Taklamakan-Wüste. Es dreht sich um die Spannungen zwischen Chinesen und den eingesessenen Völkern, um die Spannungen, die beide Frauen in sich tragen ebenso wie um Suchen. Mehr ineinander übergehend beschreibt Grünfelder die Wege, warum die beiden ausgerechnet dort unterwegs sind. Sie tut dies mit einer unglaublich klaren Sprache, beschreibt in gewählten Worten und gibt so einen Einblick in ein Land, das kaum jemand so wirklich zu kennen scheint. Zumindest nur wenige aus den westlichen Ländern. Beide Erzählstränge scheinen anfänglich voneinander getrennt zu sein, sind es  und bleiben es auch. Dennoch verbinden sie sich irgendwann. Das Ende ist so unvorhersehbar wie der gesamte Roman.

Eher eine Reisebeschreibung – die Reise zu sich selbst ebenso zu…? Empfehlenswert auf jeden Fall!

ALICE GRÜNFELDER (2018): * Die Wüstengängerin: Roman Edition 8 Verlag
Ich bedanke mich bei Alice Grünfelder für das Leseexemplar!

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Der Link ist ein Service für dich. Die Verlage stellen mir ihre Bücher zur Verfügung – statt mit Geld bezahle ich sie mit meiner Zeit und Rezension. Ich bleibe dennoch unabhängig in meiner Meinung und bespreche Titel kritisch.

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