Bruderlüge

Der  zweite Teil von „Schwesterherz“ beendet die zwei monatige Wartezeit nach dem Cliffhanger und geht genauso skurril weiter. Obwohl die Hauptperson mittlerweile als Hauptverdächtiger in zwei Mordfällen gilt, sucht er weiter nach dem vermissten Mio. Das sich das Ganze zum Ende hin als eine Art Familiengeschichte entpuppen könnte, wird bereits in den ersten Kapiteln klar. Das Wie und Wo bleibt bis zum Schluss verborgen. Vom Stil her ist der zweite Band nicht so brutal und erschreckend wie der erste Teil. Die Geschichte wird dünner und wirkt teilweise als ob die Autorin ihr Pulver größtenteils im „Schwesterherz“ verschossen hätte, ist aber immer noch ein guter Krimi. Beide sollten nacheinander gelesen werden, denn fällt es vermutlich schwer der Handlung zu folgen. Auch ändert sich der Charakter des Anwalts Martin Benner. Dies fügt der Geschichte noch einen zusätzlichen Spannungsaspekt hinzu. Temporeich und mit guten Spannungsbögen versehen, lässt sich der Roman einem langen Nachmittag gut durchlesen.

 

 

OHLSSON, K. (2017): Bruderlüge, Limes Verlag
Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!

Advertisements

Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.