Positionierung als freiberuflicher Übersetzer

Ricarda Essrich schrieb für den Fachverlag der Übersetzer ein spezielles Positionierungsbuch nur für Übersetzer. Es überzeugt sowohl sprachlich als auch inhaltlich, liefert Hintergrundwissen zu typischen beruflichen Situationen freier Übersetzer und den typischen Unsicherheiten bezüglich zu enger oder weiter Positionierung.

In diesem Fall lohnt es sich sogar das Vorwort zu lesen, denn Ricarda Essrich ist selbst von Haus aus Übersetzerin und man meint, sie durchs Lesen persönlich kennenzulernen. Das elfteilige Inhaltsverzeichnis enthält kurze Kapitel, die präzise in Kürze mit Würze darstellen, worum es jeweils geht. So kann sich jeder Leser das herauspicken, was ihn gerade interessiert oder aber das gesamte 120-seitige Buch durcharbeiten.

Gut geschrieben, nie langweilig und nie sinnlos. Es dreht sich rund um die Frage, wann Spezialisierung sinnvoll ist und welche Vor- und Nachteile diese haben kann. Essrich schreibt klar und deutlich. Sie scheut auch nicht davor zurück, klar zu sagen, dass man mit einer zu engen Spezialisierung durchaus das Zeug hat zum isolierten Fachidioten zu mutieren. Und wie man dagegen an steuern kann.

Ein gutes Buch mit einer Punktlandung für Übersetzer, die sich (neu) positionieren wollen.

ESSRICH, R. (2015): Positionierung als freiberuflicher Übersetzer, Spezialisierung oder Diversifikation, BDÜ Fachverlag

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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