Die Geschichte der Bienen

Ich habe diesen Roman bei der Meyer‘ schen in Düsseldorf gesehen und später mir geschnappt. Einen Roman in drei Erzählsträngen, von denen zwei in der Vergangenheit (1852, 2007) und eine in der nicht allzu fernen Zukunft (2098) liegen. Sie spielen in England, USA und China, erzählen von drei Familien in denen in der Forscher, der Imker und die Bestäuberin leben. In dieser Reihenfolge.   Die Novellen werden nicht plump nacheinander erzählt sondern wechseln jeweils nach einigen Seiten wieder. Das irritiert anfangs, wird später allerdings hochspannend. Denn der verbindende Stoff ist der Honig und das verbindende Element sind die Bienen. Mit ihrem Verschwinden treten Verlust, Hoffnung, Liebe und auch der Konflikt zwischen Generationen zutage.  Ebenso die Tatsache, dass man sich eben nicht „Die Erde untertan“ machen kann und sollte. Denn alles – auch die kribbeligen Sechsbeiner – hängt miteinander zusammen. Nicht nur die Landwirtschaft ist auf Insekten angewiesen und mit den meisten Pestiziden und Monokulturen auf großen Schlägen werden bestäubende Insekten in die Flucht geschlagen, ins Aussterben.

Den erhobenen Zeigefinger findet man in keiner der drei Novellen, aber Leser werden aufmerken.

LUNDE, M. (2017): Die Geschichte der Bienen, btb Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar!

P. S.: Ich habe diesen Roman vor „Aus hartem Holz“ von Annie Proulx gelesen und fand dadurch sehr viele Übereinstimmungen, obwohl letztere überhaupt keine Bestäuber erwähnt. Sehr eindringlich wirken beide nach und ich bin schon ökologisch vorbelastet ;-), kommuniziere Naturwissen beruflich.

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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