Das Haus am Fluss

Gesehen, durchgeblättert und für lesenswert befunden. Leider war beim Durchblättern nicht ersichtlich, dass die Geschichte sehr fad erzählt wird. Denn zu Beginn ließ sich alles noch gut an: amüsanter Schreibstil, zwei Erzählstränge – einer in der Vergangenheit und einer in der Gegenwart handelnd – und eine pfiffige Geschichte. Die alte Geschichte liest sich zwar relativ harmlos, allerdings wird vieles bis ins kleinste Detail erzählt. Und das langweilt mich. Der zweite Erzählstrang im Heute ist etwas besser, flacht zusehends ab der Romanmitte ab. Die Autorin scheint sich verzettelt zu haben, denn viele Dinge werden angerissen aus denen man sicherlich mehr hätte andenken können. So bleibt die Geschichte des Hauses samt Garten mit alter Orangerie kurz vor der Elbmündung stecken. Während sich zwar die Geschehnisse rund um das Geheimnis des Haus am Ende lüften, aber bei mir ein fader Beigeschmack von „hätte besser sein können“ blieb.

Auch Personen, die zu Beginn und noch in der Mitte wichtig waren, spielen am Ende gar keine Rolle mehr, tauchen nur noch am Rande auf. Eigentlich gibt es im letzten Drittel des Titel gar keine Hauptfiguren mehr und genau dies stört gewaltig beim Lesen.

HEITMANN, T. (2017): Das Haus am Fluss, Blanvalet Verlag

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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