Die Feuer von Anasoma

Ein Debütroman – und was für einer. Ein wunderbarer, dicker Schmöker, der in eine Welt voller Zauberer, hochmagischer Kleinodien und skurriler Gestalten führt. Die ersten hundert Seiten sind zum Eingewöhnen, der Inhalt des Prologs offenbart sich erst am Ende dieses Bandes und auch, dass dieses Buch wohl der Auftakt zu einer neuer Fantasy-Reihe bildet. Ich bin jetzt schon gespannt auf den zweiten Band.

Viele Akteure

Viele Personen tummeln sich in diesem Buch und die meisten werden nicht näher vorgestellt sondern kommen nur in einzelnen Erzählsträngen vor. Einige dieser Handlungsstränge erübrigen sich nach einigen hundert Seiten aufgrund besonderer Vorkommnisse. Welchen Sinn diese hatten, erfährt man auf den letzten hundert Seiten des Titels und gewinnt eine Ahnung von der Struktur. Die, wie auch der Aufbau, ist eindeutig als Serienauftakt zu verstehen, und lässt gespannt hoffen.

Die Welt

Sie ist nicht typisch für Fantasy und adaptiert auch keine bekannten Autoren wie Tolkien, Williams oder Eddings. Erinnert ganz leicht an den Stil von Marion Zimmer-Bradley, aber nur ganz leicht. Mitchell Hogan hat sich seine eigene Welt ausgedacht, Strukturen geschaffen und nimmt Elemente der Science fiction mit hinein, allerdings deutlich mit dem Schwerpunkt auf Fantasy. Sehr interessant und höchst wohltuend. Man wähnt sich nicht im Mittelalter als Leser sondern muss sich selbst erstmal etwas zurecht finden.

Bin gespannt auf den zweiten Teil der Reihe und hoffe, nicht zu lange auf ihn warten zu müssen 😀

HOGAN, M. (2017): Die Feuer von Anasoma, Heyne Verlag
Ich bedanke mich für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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