Emma, der Kaktus und ich

emmaDer Roman dreht sich rund um den Liebeskummer eines absoluten Anti-Helden, der von seiner lieben Emma abgewiesen wurde und jetzt nur noch seinen Kaktus hat. Kakteen eignen sich ganz besonders zum Zuhören, denn sie widersprechen nicht  – man weiß ja nicht einmal, ob sie einen überhaupt verstehen können.

Christopher Lück schuf mit „Gerd Gerthner“ einen Typen, der nichts auf die Reihe bekommt und den ganzen Roman über im Selbstmitleid versinkt. Er hat sein Leben nicht im Griff und sucht nach der einen Frau im Lebens. Die findet er, nur leider will sie ihn nicht. Daraufhin landet er in einer weiteren Spirale des Selbstmitleids, möchte Suizid begehen, tuts nicht und badet weiter im Sie wissen schon.

Der Schreibstil ist witzig, skurril und reißt die selbstmitleidige Geschichte des Öfteren raus. Das alleine genügt für mich nicht, denn das Handeln der Person ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Der Kaktus hat ein eigenes Leben in der Geschichte und kommt besser mit seinem Leben zurecht als sein Besitzer. Wen wunderts.

Skurril, witzig im ersten und letzten Drittel. Dazwischen viel zu viel Gejammer.

LÜCK, C. (2017): Emma, der Kaktus und ich, Goldmann Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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