Das Lied der Hugenotten

142_48409_169097_mIch muss ehrlich sagen: Das Buch trifft meinen Geschmack nicht. Es ist schlicht viel zu anspruchslos geschrieben. Zu Beginn gibt es noch einige Spannungsbögen, spätestens ab dem zweiten Drittel fehlen diese gänzlich. Die Geschichte ergeht sich in banalen, detaillierten Beschreibungen der Lebensbedingungen zweier Familien. Später kommt noch eine dritte kurz dazu, wie aus dem Rahmen gefallen, eine Identität wird aufgeklärt und dann ist der Roman zu Ende.
Die einfach verfassten Sätze sind weniger das Problem als dem Leser nicht zugetraut wird wichtige Kleinigkeiten nicht zu verstehen. Die werden dann eben mindestens drei Mal auf den nächsten Seiten Wiederholt, damit man es ja versteht. Darunter leidet der gesamte Roman.

Der Anfang dreht sich um die Bartholomäusnacht in Paris, erklärt aber weder die Glaubensrichtung der Hugenotten noch wird später auf deren Lebensweise eingegangen. Auch das Lied zieht sich nicht wie ein roter Faden durch den Roman obwohl man daraus etwas machen könnte. Stattdessen erfahren die Leser, wie drei Kinder miteinander spielen, das zwei Mädchen auf unterschiedliche Art verwöhnt sind und erlesen etliche Ungereimtheiten.

ZINẞMEISTER, D. (2017): Das Lied der Hugenotten, Goldmann Verlag
Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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