Das Erbe der Tuchvilla

51qhdny1ncl-_sx314_bo1204203200_Der dritte Band der Geschehnisse in der und um die Tuchvilla in Augsburg herum ist genauso gut wie die ersten Bücher. Es geht in den 1920-er Jahren weiter und Anne Jacobs baute verschiedene Veränderungen gesellschaftlicher Natur mit ein, die diese Zeit lebendig werden lassen. Es geht dabei weniger um Partys und Inflation als um das Wegfallen gewisser Zwänge und daraus entstehender, familiärer Konflikte. Hilfreich ist, dass in der Tuchvilla immer noch mehrere Generationen der Familie unter einem Dach leben. Etwas, dass heutzutage wieder in anderer Form modern wird. Und damals noch gang und gäbe war. Dadurch entstehen in der Romanfamilie ein paar handfeste Streitereien, die durch die Seniorin des Hauses unbewusst gelegt werden, und es kommt zu Wendungen, die noch zehn Jahre zuvor undenkbar gewesen wären.

Die Ereignisse werden so erzählt, dass dabei kaum eine Person gänzlich unbeliebt erscheint. Aber durchaus kritisch. Das Buch lässt sich herrlich schmökern, man hat das Gefühl mittendrin zu sein.

JACOBS, A. (2016): Das Erbe der Tuchvilla, Goldmann Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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