Die Heilerin von San Marco

Ein Kommentar

fioratoAus dem Italienischen oder Spanischen ins Deutsche übersetzte Romane mag ich oft nicht. Dieses hier gehört eindeutig nicht dazu! Es ist eine Frauengeschichte, ja, jedoch keine typische wie es so viele von ihnen auf dem Buchmarkt gibt. Vorrangig dreht sich dieser Titel um die Pest und darum, das sie sich in der Lagunenstadt nicht so ausbreiten möge. Man erfährt viel über das Leben in Konstantinopen und Venedig um 1450 herum, einiges über den Bau der Kirchen Redentore auf der Giudecca und darüber, wie sie sowohl den Kreis im Quadrat von da Vinci als auch Elemente osmanischer Baukultur in sich trägt. Der Roman liest sich flüssig und die Geschichte ist wahrhaftig nur eine. Keine verschachtelten Nebengeschichten die sich irgendwann zu einer aufdröseln sondern wirklich nur eine und die richtig, gut erzählt. Man fiebert mit der Heilerin und dem Architekten Palladio mit. Ich konnte mir das Pestkrankenhaus bildlich vorstellen und auch alles andere. Sehr angenehm und mit einigen Spannungsbögen versehen. Das Ende und wie die Heilerin ihre Bestimmung findet, ist nicht von vorherein absehbar. Auch das tut wohl.

FIORATO, M. (2016): Die Heilerin von San Marco, blanvalet Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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