Die Astrologin

schweikert1Sehr gut recherchiert und gut verständlich geschrieben: „Die Astrologin“ ist ein Buch, das den Dreißigjährigen Krieg aufs Korn nimmt und vor allem die Geschehnisse, die den General Albrecht von Wallenstein betreffen. Man sollte Beschreibungen von Schlachten, Scharmützeln und dem Drumherum mögen, denn hauptsächlich davon handelt dieser Roman. Aus Sicht der fiktiven Astrologin erfährt man vieles über das Leben und Wirken Wallensteins – sowohl kriegsbezogen als auch privat wirtschaftend. Ein spannendes Werk, welches den Spannungsbogen leider nicht bis zum Ende hält. Die Zusammenhänge zwischen Prager Fenstersturz und Westfälischem Frieden hätten meiner Meinung nach eingeflochten gehört, so ist es nur ein gut zu lesender historischer Roman bei dem man um und mit den Hauptpersonen mitfiebert.

Ich liebe Bücher, die sowohl sprachlich überzeugen, gut recherchiert sind und die historische Zusammenhänge in eine gute Story mit damals lebenden Persönlichkeiten und fiktiven Charakteren einflechten. Wie es Andrea Schacht oder Rebecca Gablé schaffen, zum Beispielt. Ulrike Schweikerts neuer Roman zählt eher zu den „Iny-Lorentz-&-Co-Titeln“, wie ich Bücher mit guter historischer Recherche ohne zu viele Details mit einer Geschichte, die sich auf Personen fokussiert, nenne. Wer also gerne Iny Lorentz oder Sabine Ebert liest, wird hier voll auf ihre Kosten kommen. Wer lieber Follett oder Gablé liest, findet hier einen Roman, der auch abends noch als Bettlektüre gute Dienste leistet (man liest nicht die ganze Nacht begeistert weiter, weil es „gerade“ so wunderbar zu lesen ist).

SCHWEIKERT, U. (2016): Die Astrologin, Blanvalet Verlag

Ich bedanke mich für das Leseexemplar beim Verlag!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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