Sommer in St. Ives

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Eine pfiffige Familiengeschichte, die sich in einem Zug schmökern lässt – die Zeit vergeht wie im Flug. Hauptdarsteller ist eine Familie, in der es fast kein Mitglied länger als einige Minuten mit den anderen aushält. Mit Witz, Ironie, beißendem Humor entwickelte Anne Sanders eine humorige Geschichte. Sie spielt in Cornwall, liest sich anfangs wie ein Roman von Rosamunde Pilcher und besticht mit Typen, die einem fast sofort ans Herz wachsen. Sei es die introvertierte Oma, die mit 75 Jahren endlich ihre nun 80-jährige Jugendliebe, einen Rockstar, heiraten will und darum ihre Tochter samt Anhang nach England einlädt, um dort mitzuteilen, warum eigentlich. Seien es die Kinder, die ab dem zarten Alter von siebzehn Jahren aufwärts sehr unterschiedlich charakterisiert werden und natürlich die eine oder andere Liebelei ihrerseits beginnen. Es gibt keinen Protagonisten, der mir unsymphatisch war, und doch jede Menge Spannung und Lacher.

An den passenden Stellen gewürzt und gepfeffert, ab und zu Ruhepole eingebaut, um dann flott die weiteren Geschehnisse in den Erzählstrang der Gegenwart einzuflechten. Der Strang der Vergangenheit führt in die späten 1950-er Jahre und ist ebenfalls nicht langweilig, wenn auch ungleich zahmer verfasst.

Fazit: Hinreißend!

SANDERS, A. (2016): Sommer in St. Ives, Blanvalet Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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