111 Orte im Teutoburger Wald

image002Der Teutoburger Wald ist ein langgestrecktes Mittelgebirge, das sich zwischen Hörstel und Horn-Bad Meinberg erstreckt. Also von Westfalen über einen niedersächsischen Zipfel nach Ostwestfalen hinweg. Von echten Bergwanderern wird er gerne als Hügelkette bezeichnet und ja, die Höhen sind eher vergleichbar mit dem Taunus, Hunsrück, Kyffhäuser und nicht mit den Alpen. Es ist ja auch ein Mittelgebirge, noch dazu ein nördlich gelegenes, dem Wiehengebirge vorgelagertes hinter denen fast nichts als Ebene kommt. Eigentlich das ideale Übungsgelände für bisherige Flachlandtiroler, die sich auch mal in die Berge wagen möchten 🙂 Das Buch dreht sich allerdings nicht nur um den „Teuto“ sondern vorrangig um Orte, die etwas Besonderes bieten.

Da ich selbst in Osnabrück aufgewachsen bin – eingekesselt von oben genannten Mittelgebirgszügen – und nun seit einer Weile wieder vor Ort lebe, war ich gespannt auf diesen besonderen Reiseführer:

Von A bis W

Es ist einfach sich im Buch zurechtzufinden, denn das Inhaltsverzeichnis leitet Interessierte alphabetisch. So lassen sich Wanderungen leichter planen und auch Tourabschnittswanderer können sich leicht orientieren, was auf ihrer Route sehenswert sein könnte. Ich habe mir die Orte näher im Buch herausgesucht, die ich selbst gut kenne und wo ich auch Abschnitte des Hermanns- beziehungsweise Ahornswegs gut genug kenne, um beurteilen zu können:

Da wären zum Beispiel
Bad Iburg: 4 besondere Orte werden genannt. Zwei liegen direkt am Wanderweg. Für den dritten muss man zur Burg hinaufgehen, um die perspektivische Scheinarchitektur des Rittersaals zu entdecken. Es lohnt sich übrigens! Da der Ort nicht riesig ist und auch die vierte Sehenswürdigkeit nah am Weg liegt, erkundet man so die Kleinstadt näher ohne groß abweichen zu müssen. Zudem lenkt der Weg an guten Cafés entlang.

Bad Laer: 4 Orte, wobei fast alle direkt am Wegesrand liegen und hier dreht es sich um geologische und botanische Besonderheiten ebenso wie um verwunschene Sagen. Man wird durch den Ort geführt, lernt Besonderheiten kennen und kann zwischendrin unbefangen eine der besten Wassertretanlagen samt Barfusspfad genießen.

Blättert man sich durch das Buch, so ist für jeden Geschmack etwas dabei: Ob Natur- oder Genussfreund, ob Kunst- oder Geschichtsinteressierter oder gleich alles zusammen. Auch Städte wie Bielefeld, Detmold, Osnabrück oder Ibbenbüren sind mit enthalten – allerdings wirklich nur die „besonderen Orte“, die die Wanderwege streifen oder direkt an ihnen entlang führen. Durch das alphabetische Inhaltsverzeichnis können allerdings auch Touristen, die mit dem Rad, Pferd oder Auto unterwegs sind, etwas mit dem Buch anfangen. Vielleicht findet sogar der eine oder andere Einheimische noch etwas Neues zu entdecken!

STOCK, I. (2016): 111 Orte im Teutoburger Wald, die man gesehen haben muss, Emons Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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