Das Seehaus

310_29137_166854_mKate Morton schreibt ihre Romane so, dass ich drin versinken könnte. Auch dieses Werk ist wieder ein Schmöker geworden – so „zum Weglesen“. Ein einziger Haken: Zu Beginn ist die Geschichte noch sehr blumig, weitschweifig verfasst, dies ändert sich ab dem zweiten Kapitel. Danach ist die Familiengeschichte, die in mehreren Zeitebenen spielt, richtig gut zu lesen. Es gibt viele Fäden, viele kleinere Geschichten, die so nach und nach zu einem Zwirn verflochten werden. Die Protagonisten sind nicht stereotyp sondern Charaktere, die sich mit der Zeit verändern und so wie Figuren aus dem Leben wirken. Figuren, mit deren Schicksal man automatisch mitfiebert. Das mag ich! Manche sind liebenswert, manche unausstehlich und aus diesen Fäden, den unterschiedlichen Zeit- und Lebensebenen wird die Geschichte einer Familie mit vielen Spannungen, die zum Teil bis in die Gegenwartsebene des Romans reichen. Dazu eine gute Figur, die von außen kommt – einerseits ermittelt, was damals geschah und andererseits selbst eigentlich privat unterwegs ist und ihren Beruf nicht ganz dabei vergessen kann.

Der Schreibstil ist – bis auf den stotternden Anfang – wie gewohnt gut. Und wer spannende Familiengeschichten mit mehreren Ebenen der Vergangenheit und Gegenwart mag, kommt hier gut auf seine Kosten.

MORTON, K. (2016): Das Seehaus, Diana Verlag

Ich bedanke mich für das Leseexemplar beim Verlag!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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