Anna und Armand

660_2654_164555_mDieser Roman beruht auf einer wahren Begebenheit, die Autorin ist die Enkelin des Paares, das den Krieg überlebte, sich ein Haus kaufte und die Großmutter ihren Mann nach fünf Jahren samt ihrer Schreibmaschine verließ.  Es ist ein gut verfasstes Buch mit einer stimmigen Geschichte, die teils ein wenig skurril wirkt und erschüttert. Die jedoch auch zeigt, dass Menschen nicht immer logisch handeln und sich selbstverständlich miteinander versöhnen müssen. Etwas ist vorgefallen in den fünf Jahren in denen das Paar glücklich in seinem Haus lebte und etwas, das bereits während des Zweiten Weltkriegs vorgefallen ist. Etwas, dass Bitterkeit und Schweigsamkeit einander gegenüber hervorrief. Die Autorin erzählt ein Stück ihrer eigenen Familiengeschichte größtenteils in Romanform. Das, was bei ihren Recherchen heraus kam, ist oft erschreckend und erschütternd. Zumindest für mich als Leserin. Wie sehr es die Autorin und Enkelin erschüttert haben muss als sie diese Begebenheiten herausfand, mag ich mir nicht auszumalen.

Dieses Buch ist ein Zeitzeugnis gegen das Vergessen. Sehr lesenswert.

MUILLOT, M. R. (2016): Anna und Armand: Wie meine Großeltern im Krieg die Liebe fanden und das Leben sie doch für immer trennte, Limes Verlag

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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