Die Spur der Rubine

021_10031_159055_xxlAuf den ersten Blick sieht der Wälzer aus, wie ein typischer historischer Roman. In seinen Seiten jedoch verbirgt sich mehr. Es verbergen sich Geschichten in ihm, manche so wundersam wie 1001 Nacht. Geschichtsinteressierte, die sich mit der Zeit zwischen dem 14. und 19. Jahrhundert auskennen, werden diese Geschichten inspirierend und teilweise sogar spannend finden. Die eigentliche Geschichte bietet sich durch die Suchende, die auf der Spur eines Geschmeides durch den Orient und Asien reist, es finden will und eigentlich gar nicht so recht weiß, was sie dann damit tun oder überhaupt tun will. Es geht nicht um die Suche nach einem Sinn sondern die Jagd nach etwas Geheimnisumwitterten. 

Tobias Hill schrieb weder einen Krimi noch einen „richtigen“ historischen Roman. Eigentlich ist die Spur der Rubine ein Sammelsurium von Geschichten, die sich um besagtes Geschmeide drehen.  Um Egoismus, um Obsession und Begehren, darum, dass kein Weg zu weit ist, um mit Juwelen zu arbeiten und zu handeln. In sehr gutem Stil erzählt und verknüpft der Autor seine Erzählstränge, versetzt den Leser immer wieder in neue Perspektiven, Städte und Regionen. Und am Ende? Das Ende ist – wie der Roman – ganz anders als insgeheim erwartet.

Dies war der erste Roman, den ich von Tobias Hill las. Aber es war gewiss nicht der letzte!

HILL, T. (2015): Die Spur der Rubine, Bertelsmann Verlag

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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