Der Biograf von Brooklyn

Skurril, merkwürdig, nicht wirklich koscher, ganz und gar vergnüglich kommt diese Geschichte daher. Die Figuren haben viele Facetten, trauern teils der Vergangenheit nach – auch dann, wenn sie in New York aufwuchsen. Man gewinnt den Eindruck: gerade dadurch trauert man der Vergangenheit der Vorfahren erst recht nach. Boris Fishman weiß, wovon er schreibt: In Russland geboren und in die USA ausgewandert, lebt und arbeitet er seit Jahren als Journalist in der Metropole am Hudson. Der Autor schreibt über Schein und Sein lockerflockig, witzig und manchmal wirken seine Figuren tragikomisch – im Prinzip passend zur Hauptfigur, der sich im Roman zum Biografen der russisch-jüdischen Immigranten mausert. Denn eigentlich will der angehende Schriftsteller nur eins: mehr von der Stadt und dem Land an sich sehen, viel Geld verdienen und weg von der Familie.

Fishman schreibt rührend und komisch zugleich, die Geschichte ist in sich schlüssig, wunderbar verfasst und ich wünsche mir, mehr von diesem Autor demnächst lesen zu dürfen 🙂

FISHMAN, B. (2015): Der Biograf von Brooklyn, Karl-Blessing-Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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