Die Leuchtturmwärterin

51zdwrsNT+L._SX313_BO1,204,203,200_Es beginnt in der Gegenwart und endet dort. Die eigentliche Geschichte jedoch führt in die Anfänge des 20. Jahrhunderts auf eine einsame Insel mit wenigen Einwohnern und einem Leuchtturm, der befeuert werden musste.

Zu Beginn ruckelt die Geschichte, man wird erst ab dem Ende des ersten Viertels warm mit ihr. Dann saugt sie den Leser allerdings förmlich an. Was sich zu Beginn liest, wie eine langatmige Erzählung über die Mühen und die karge Konservenkost auf einer felsigen Insel an der nur zwei Mal jährlich das Versorgungsschiff frische Materialien bringt – ändert sich sobald die Hauptperson die gesellschaftlichen Konventionen abwirft. Es geht um die Leuchtturmwärterin, aber auch um eine weitere Person. Um welche, das wird erst am Ende der Erzählung bekannt und dann fügt sich alles nahtlos zusammen. Es geht aber auch darum, selbst zu denken und eigenständig zu handeln – auch dann, wenn alle Mitmenschen anderer Meinung sind. So ganz und gar harmlos, wie Christina Schwarz die Geschichte ihrer Hauptfigur zu erzählen scheint, ist sie nicht. Und das wird erst nach und nach klar.

SCHWARZ, C. (2015): Die Leuchtturmwärterin, btb Verlag Bertelsmann

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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