Niemandsland

162_71302_158448_mHamburg in der Stunde Null, 1945. In die fast völlig zerbombte Stadt ziehen die Briten ein und nehmen für ihre Offiziere noch vorhandene Villen in Beschlag. Eigentlich müssten deren Besitzer ausziehen, einem Haus aber bleiben sie erhalten. So entwickelt sich eine spezielle Beziehung zwischen der britischen Familie, einem deutschen Vater und seiner Tochter. Dies ist ein Teil dessen, was diesen Roman spannend und lesenswert macht. Denn während die einen sich zwar über den Frieden freuen und endlich wieder ein friedliches Leben führen wollen, kommen die anderen mit eingeimpften Vorurteilen und eigenen Ängsten. Auch andere Besonderheiten werden sichtbar gemacht, so gab es viele Waisen mit Traumata auf den Straßen, um die sich niemand kümmerte. Auch ihr Leben wird beschrieben und so wirken mehrere Erzählstränge ineinander, verweben sich zu einem ganz besonderen Bild aus einer Zeit an die sich die meisten von uns nicht mehr erinnern oder die sie so nie erlebt haben.

Auch in Hinblick auf das aktuell vielerorts fehlende Verständnis für Flüchtlinge, die Kriegen entfliehen, ist es gut so ein Buch einmal zu lesen. Es könnte durchaus einiges bewirken. Nicht nur in Schulen.

BROOK, R. (2015): Niemandsland, btb

Ich bedanke mich für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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