Winterküsse im Schnee

London und Zermatt kurz vor Weihnachten. Eine Geschichte mit überraschenden Wendungen, wenig Spannung und doch so, dass sie von A bis Z fesselt. Ich habe den Fehler begangen das Buch abends anzufangen, im Bett, zum Einschlafen. Eigentlich sollten es nur ein bis zwei Kapitel werden und dann kam ich bis zum Ende des ersten Drittels. Nicht, weil das Buch so spannend oder romantisch oder temporeich war. Sondern weil ich wissen wollte, wie es auf der nächsten Seite weiterging. 

Ein wunderbarer, leicht zu lesender Roman, der sich in der Welt der Hedgefonds-Manager abspielt und sich zugleich in eine ausgewachsene Familiengeschichte mausert. Die Hauptfigur ist ehrgeizig und verbirgt ihre verletzbaren Seite hinter forscher Attitüde. Die vier anderen Hauptfiguren mischen die Geschichte teils gewaltig auf, das Ganze vor der Kulisse aus Ski-Pisten, dem touristischen und vor allem dem eigentlichen Dorf von Zermatt. Eine Romanze ist enthalten, sie nimmt am Ende des Titels flott Fahrt auf, ist aber nicht ausschlaggebend. Wer aufgrund des Titelbildes eine süße Liebesgeschichte erhofft, wird enttäuscht – es ist tatsächlich eine herrlich amüsante Familiengeschichte mit viel Schnee, Freundschaften, die nicht immer sind, was sie zu sein scheinen.

SWAN, K. (2015): Winterküsse im Schnee, Goldmann Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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