In Almas Augen

Eine amerikanische Kleinstadt im Sommer, kurz vor der Weltwirtschaftskrise 1929.  42 Menschen sterben, als es eines Nachts bei einer Tanzveranstaltung zu einer gewaltigen Explosion kommt. Viele Gerüchte kursieren über die Ursache, viel persönliches Leid entsteht und doch wird der Täter nie gefasst. Denn es ist jemand, der diese Kleinstadt weitgehend aus der Depression heraushalten kann. 

Daniell Woodrell schrieb ein düsteres Buch über die Gesellschaftsstrukturen, wie sie in Kleinstädten auftreten kann. Darüber, was passieren kann, wenn Tragödien unter den Teppich gekehrt werden. Die Hauptdarstellerin hier ist Alma, eine Haushälterin, die zu wissen glaubt, was tatsächlich geschehen ist. Über diesem Wissen und darüber es nicht herauslassen zu dürfen, wird sie wahnsinnig. Als Großmutter erzählt sie ihrem Enkel von den damaligen Geschehnissen. So erfährt der Leser die Geschichte wie in einem facettenreichen Puzzle, noch dazu in mehreren Erzählperspektiven und Zeiten. Am Ende dröselt sich das tatsächliche Geschehen auf.

WOODRELL, D. (2015): In Almas Augen, Liebeskind Verlag

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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