Das bisschen Sünde

51oknaG2SIL._SX313_BO1,204,203,200_Der Roman spielt in Freiburg und in einem Kloster. Er ist ein wenig überspitzt erzählt, sehr witzig, am Anfang teilweise zu witzig und etwas langatmig zu sehr in die Schulzeit abrutschend. Die Autorin fängt sich allerdings ziemlich rasch und dem ersten Viertel geht es mit der Geschichte munter „bergauf“. Zwar gibt es keine Spannungsbögen, aber dennoch habe ich gerne weitergelesen und oft gegrinst.

Annie Fischer, gestandene Apothekerin und sehr engagiert an ihrem Arbeitsplatz, tut fast alles, um die Apotheke ihres Chefs eines Tages übernehmen zu können. Privat hat sie nur ein Manko: Sie ist seit gefühlten, ewigen Zeiten Single und dass ihre Mutter sie mit zarten 17 Jahren gebar und nun der verlorenen Jugend mit zahlreichen Liebhabern hinterher rennt, hilft ihr nicht wirklich weiter. Zu allem Überfluss begegnet die Dreißigjährige ihrem alten Schwarm aus Schulzeiten und damit geht das Theater los.

Zwischendrin nerven die Rückblicke in die Zeit als Teenager ziemlich. Offenbar erinnert sich die Protagonistin bis ins kleinste Detail an mehr oder wenige schräge Liebesgeschichten rund um ihren (einstigen) Schwarm und die Zeit dazwischen scheint nicht zu existieren. Es wird besser als Annie sich eine Auszeit im Kloster nimmt, es mischen andere Protagonisten als ehemalige Klassenkameraden mit und das tut dem Roman spürbar gut.

GREIFENEDER, A. (2015): Das bisschen Sünde, Blanvalet Verlag

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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