Madame Merckx trinkt keinen Wein

Ein Dorf in Südfrankreich, zwischen den Bergen und weit entfernt vom Meer indem der Weinanbau keinen Segen bringt und überhaupt alles etwas langsamer geht. Zunächst lernt man die mehr oder weniger schrulligen Bewohner kennen:

  • die Belgierin Madame Merckx,
  • die Deutsche Isa, die anscheinend Probleme mit kriminellen Mietern in ihrem Haus hat und zur Zeit bei Madame Merckx wohnt,
  • den Dorfpolizisten, der am Liebsten joggt statt zu ermitteln,
  • den kauzigen Jean, der klammheimlich im Sommer Flusswasser in seinen Gemüsegarten abzweigt und
  • Mado, die ihre Probleme dem Heiligen des Dorfes erzählt und ihn bittet sie auf seine Art zu lösen,
  • den Heiligen Martin, eigentlich eine sakrale Holzfigur in der Kapelle, der sich über sich selbst ärgert…

Zu guter Letzt ein Commissaire aus der Stadt Beziérs, der schnellstmöglichst den Mord klären will und mit dem beschaulichen Landleben nichts anfangen kann. 

Das Buch eignet sich bis zu Hälfte wunderbar als Einschlaflektüre so seicht und leicht plätschert es vor sich hin. Dann wird Jean mit dem Gift des Eisenhuts ermordet und die Geschichte etwas spannender. Das Manko des Buches ist der fehlende Spannungsbogen, die Geschichte lebt im Grunde nur von den kauzigen Typen. Eine leichte Lektüre, wenn man sich von etwas ablenken möchte oder bei hochsommerlichen Temperaturen im Liegestuhl.

GRAF-RIEMANN, L. (2015): Madame Merckx trinkt keinen Wein,  Emons Verlag

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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