Der Zitronengarten

Der Inhalt spielt in Frankfurt am Main und Sizilien um 1764 herum. Eine der beiden Hauptakteurinnen erlebt bei einer Testamentseröffnung einen Schock nach dem anderen. Unter anderem erbt sie die Mühle, die sie so sehr liebt, nicht allein sondern zusammen mit ihrer noch unbekannten Halbschwester von der sie erst beim Notar erfährt. Es gibt sowohl schon in den ersten Seiten interessante Wendungen und Einblicke in das Leben der Familien, die sowohl in Deutschland als auch auf Sardinien und Sizilien ihre Wurzeln hat und sehr umtriebig war beziehungsweise ist. So erbt auch nicht die Witwe das gemeinsam aufgebaute Familienunternehmen sondern der verschollene Bruder während der auf Sizilien lebende Onkel das Frankfurter Unternehmen betreuen soll. 

Sehr spannend

Niemals langweilig und weit mehr als ein einfacher Zitronengarten! Man fiebert förmlich mit Louisa, der geschäftstüchtigen und etwas feigen Frankfurterin, und später auch mit ihrer Halbschwester Francesca, mit. Man lernt mehrere Lebenswelten und das Leben im ausklingenden 17. Jahrhundert kennen. Und die wunderbar gezeichneten Protagonisten, wobei natürlich auch ein ausgemachter Fiesling dabei ist – ausgerechnet er führt das Familienunternehmen in Frankfurt weiter – der dem Ganzen die richtige Würze verleiht.

Schmöker, unbedingt lesen!

MARTEN, H. (2015): Der Zitronengarten, Diana Verlag

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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