Die Tochter des Seefahrers

142_48261_154515_mLinda Holeman schafft es den Leser ab der ersten Seite zu fesseln. Ich habe den Fehler begangen und es beim Frühstück als Start in den Tag zum ersten Mal aufzuschlagen und mich hineingesogen gefühlt: Auf eine portugiesische Insel um 1745 herum, zu einer Heilerin mit ihrer Tochter, Fischern und Wirtsleuten, Intrigen und Bigotterie. Mich losgeeist, um zu arbeiten, kam ich später problemlos wieder in die Geschichte hinein und war fast ein wenig enttäuscht als Freunde klingelten, um mich zum tanzen abzuholen 😉 Es ist ein Buch zum „in-die-Geschichte-eintauchen“ und erholt aus der Lesewelt aufzutauchen. 

Konkret stammt die Tochter von einem niederländischen Seefahrer ab, der eigentlich gekielholt wurde, und einer algerischen Heilerin ab. Von ihrem Vater lernt sie lesen und schreiben, niederländisch, portugiesisch und englisch. Alles keine Fähigkeiten armer Leute im ausgehenden Mittelalter. Aufgrund verschiedener Ereignisse heiratet sie einen ehemaligen Jesuitenpater und zieht mit ihm nach Madeira. Weil sie zu ihren erlernten Kenntnissen auch eine sehr gute Nase und feine Geschmacksnerven besitzt, obendrein sich mit Wein auskennt, rutscht sie innerhalb der Geschehnisse in die Rolle einer Kellermeisterin und Aufseherin eines Weinguts. Intrigen, Liebe und Freundschaften runden den Roman hervorragend ab.

Wer gerne in fernen Welten und historischen Romanen schmökert, findet hier Lesewonnen pur :-)!

HOLEMAN, L. (2015): Die Tochter des Seefahrers, Goldmann Verlag

Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!

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Autor: Silke Bicker

Als wissbegierige Leseratte schmökere ich vorwiegend in spannenden und unterhaltsamen Romanen. Mag auch Sachbücher über Landschaftsnutzung und Geschichte gerne! Was ich hauptberuflich anbiete, lesen Sie unter https://www.erdhaftig.de

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